 | |
Begriffsabgrenzungen
Teleteacher
Vermittelt theoretische Inhalte, die man noch gar nicht kennt, worüber noch kein oder kaum Vorwissen besteht. Legt Begriffe klar.
Teletutor
Ist Ansprechpartner und Begleiter in Selbstlernphasen.
Teletrainer
Fördert vorhandene Fähigkeiten. Verbindet Theorie und Praxis. Regt zum selbstgesteuerten Lernen an.
Telecoach
Motiviert die Teilnehmer, fördert soziale und kommunikative Kompetenzen. Regt zur Umsetzung des Gelernten in die Praxis an.
Anforderungen an Teletutoren
Fachliche Kompetenz
• Fachwissen
• Pädagogische Fähigkeiten
• Medienkompetenz (Technologie, Hardware, Software)
Methodenkompetenz
• Organisatorische Fähigkeiten
• Handhabung der Lernplattform(en) als Gesamtsystem
• Kreativitätstechniken
• Präsentation
• Moderation
Soziale Kompetenz
• Rhetorik
• Präsentation
• Feedback
• Einfühlungsvermögen
• Koordination
• Konfliktmanagement
• Kommunikation
• Kooperation
• Teamarbeit
• Verständnis für gruppendynamische Prozesse
• Lernmotivator
• Wissensvermittlung
Was oder wer ist ein Teletutor?
Welche konkreten Funktionen kann die Figur des Teletutors im Lernprozeß besitzen?
Wir schicken der Klärung dieser Frage voraus, daß sich die nachfolgend aufgezählten Aufgabenbereiche als "Maximalkatalog" verstehen -
also in Abhängigkeit von Teilnehmern, Inhalten und Organisationsformen wahrzunehmen sind:
1. Der Teletutor ist zunächst der Ansprechpartner der Teilnehmer in inhaltlichen Fragen des Kursgeschehens. Er beantwortet individuelle fachliche Anfragen oder leitet diese an Trainer, Dozenten und Experten weiter.
2. So kann sich der Teletutor auch als "Informationsdienstleister" für die Teilnehmer der Bildungsmaßnahme verstehen. Antworten auf vertiefende oder spezifische Problemstellungen können durch Recherchen in internen und externen Datenbanken (bzw. durch die Erörterung von Wegen zur eigenständigen Beschaffung entsprechender Informationen) aufgezeigt werden. Auf diese Weise wird insbesondere auch die Fähigkeit zum selbstgesteuerten und problemorientierten Lernen (entwickelt und trainiert.
3. Insofern wird sich der Teletutor auch als wichtiger Mittler zwischen Lern- und Anwendungsumgebung erweisen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn der Teletutor z.B. auch über die Dauer von betrieblichen Praktikumsphasen für die Teilnehmer erreichbar ist. Auf diese Weise kann auch der als "Praxisschock" bekannte Bruch zwischen Lern- und Arbeitsumfeld vermieden werden.
4. Ebenfalls kann der Teletutor den Teilnehmern eines Bildungsganges im Hinblick auf technische Fragestellungen zur Seite stehen, die mit dem Inhalt des Lernprozesses nicht unmittelbar verknüpft sein müssen (Unterweisung in der Nutzung von PC-Anwendungen, Netzwerken, Hilfe bei der Konfiguration des PC etc.)
5. Damit in unmittelbarem Zusammenhang steht eine weitere Funktion, die durch den Teletutor übernommen werden kann: Unter den notwendigen hard- und softwareseitigen Voraussetzungen ist der Teletutor in der Lage, Aufgaben der Fernwartung und -einrichtung der Teilnehmer-PCs zu übernehmen.
6. Nicht zuletzt ist der Teletutor eine wichtige Rückkopplungsinstanz zwischen Maßnahmeteilnehmer und -träger. Als Ansprechpartner der Teilnehmer erhält er "aus erster Hand" Informationen über Befindlichkeit, erreichten Lernerfolg sowie über zusätzlich auftretende Lernbedarfe. Diese können schließlich in die weitere Gestaltung der Bildungsmaßnahme einfließen (z.B. Verschiebung inhaltlicher Schwerpunktsetzungen in den Präsenzphasen, Bereitstellung zusätzlicher Informationen etc.).
7. Angesichts der vielfach kritisch akzentuierten Annahme, daß multi- und telemedial unterstütztes Lernen zu einer sozialen Isolierung der Betroffenen führen kann, wird eine weitere Stärke der teletutoriellen Teilnehmerbetreuung sichtbar, die an dieser Stelle als "soziale Funktion" des Teletutors umschrieben werden soll: In diesem Sinne bildet er eine wichtige Schnittstelle zur "Außenwelt" und befördert den Dialog mit der Bildungseinrichtung, zwischen den Teilnehmern sowie mit anderen am Prozeß beteiligten Akteuren.
Die stets individuelle Kommunikation zwischen Teletutor und Weiterbildungsteilnehmer verleiht dem Lernprozeß schließlich Qualitäten, welche bisher nur im Rahmen von Einzeltrainings bzw. Coaching erreichbar waren. Damit wird es für den Teletutor möglich, gemeinsam mit dem Lernenden die Gestaltung selbstgesteuerter Lernsequenzen präzise auf dessen Bedürfnisse auszurichten.
Teletutoren besitzen damit eine maßgebliche Brückenfunktion, die nicht nur raum-zeitliche Distanzen im Lernprozeß, sondern auch die Differenz zwischen Lern- und Arbeitszusammenhang wirkungsvoll zu kompensieren vermag. Damit verbindet sich nicht nur eine erhöhte pädagogische Qualität oder Effizienz - sondern ebenfalls eine erhöhte Wirkung beruflicher Bildungsmaßnahmen im Hinblick auf den regionalen Arbeitsmarkt.
Senden Sie uns einfach ein Feedback mit Ihren Wünschen.
Wir senden Ihnen dann kostenlos und unverbindlich ein Angebot.
Oder per E-Mail an: info@trevent.de
|
|
|
| | | Wer ist Online | Zur Zeit sind 5 Gäste und 0 Mitglied(er) online.
Sie sind anonymer Benutzer. Sie können sich hier anmelden |
|
| Total Hits | Wir hatten 744815 Seitenzugriffe seit 10. September 2002 |
|
|